Mund-Nasen-Masken: Anleitung
Mund-Nasen-Masken: Anleitung für Leute ohne Nähmaschine und für versierte Näher*innen mit Maschine

Mund-Nasen-Masken: Anleitung

„Troisdorf näht Mund-Nasen-Masken“

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Aktion „Troisdorf näht Mund-Nasenmasken“

Das brauchen Sie zum Selberbasteln

Wenn Sie sich auch eine solche DIY-Schutzmaske anfertigen wollen, dann benötigen Sie:

  • 2 Lagen Küchenrollen-Papier
  • 1 Papier-Taschentuch
  • Breites Klebeband, am besten Maler-Krepp
  • 4 Gummibänder
  • Ein Stück Draht, zum Beispiel, wie er zum Verschließen von Kaffee-Tüten verwendet wird
  • Eine Schere
  • Einen Büro-Locher Mehr benötigen Sie nicht.

Mehr benötigen Sie nicht.

Und so gehen Sie vor

  1. Waschen Sie sich zunächst sorgsam die Hände. Nehmen Sie dann zwei Blatt Küchenrollenpapier und legen sie die Blätter übereinander (drehen Sie das obere Blatt um 90 Grad)
  2. Breiten Sie ein Papiertaschentuch aus und legen Sie es auf die beiden ersten Blätter. Das Papiertaschentuch wird später die Innenseite Ihrer Schutzmaske sein. 
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  3. Schneiden Sie die Ränder ab, sodass alle drei Blätter gleich groß sind. 
  4. Schneiden Sie den Stapel der drei Papierblätter in der Mitte durch. 
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  5. Kleben Sie an beiden kurzen Rändern beidseitig einen Klebestreifen, zum Beispiel aus Malerkrepp.
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  6. Machen Sie mit dem Büro-Locher auf beiden kurzen Seiten zwei Löcher in die Klebestreifen.
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  7. Nehmen Sie ein Stück Draht, legen Sie es mittig an den oberen Rand der Maske und fixieren Sie den Draht mit Klebeband. Der Draht wird später zum Nasenbügel der Maske.
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  8. Befestigen Sie nun an allen vier Löchern jeweils ein Gummiband (mittels Schlaufe).
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  9. Ziehen Sie erst die oberen Gummibänder, dann die Unteren über Ihre Ohren. Biegen Sie auch den Nasenbügel (den eingearbeiteten Draht) zurecht, damit die Maske angenehm sitzt.
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Die selbst gemachten Schutzmasken ersetzen selbstverständlich keine FFP2-Masken. Als „normale“ Schutzmasken sind Sie in der Öffentlichkeit aber sehr nützlich. Auch, wenn sie den Träger nicht vor dem Coronavirus schützen, verhindern sie doch das unkontrollierte Aushusten oder Ausniesen von virenbelasteten Tröpfchen und erreichen hinsichtlich der Filtration laut Hong Kong Universität 80 bis 90 Prozent „Schutzrate“ von herkömmlichen Masken.

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Text und Bilder: © Peter von Stamm, Rellingen.

Das brauchen Sie zum selber Nähen

  • zwei 90 cm lange und 2 cm breite Stoffstreifen (kochfeste Baumwolle)
  • zwei 17 cm lange und 2 cm breite Stoffstreifen (kochfeste Baumwolle)
  • einen 15 cm langen dünnen und biegsamen Draht (z.B. Basteldraht, Pfeifenreiniger, Klemmdraht von Gefrierbeuteln)
  • 17 cm x 34 cm großes Stofftuch aus atmungsdurchlässigem kochfesten Baumwollstoff (z.B. Stoffwindel, T-Shirtstoff, leichtes Baumwolltuch)

Prüfung der Atmungsdurchlässigkeit:

  • Tuch doppelt nehmen
  • Dicht um Mund und Nase schließen
  • Ein- und Ausatmen

Ist das Ein- und Ausatmen ohne größeren Atemwiderstand möglich, ist das Material als Mundschutz geeignet!

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Und so gehen Sie vor:

  1. 17 cm x 34 cm großes Stofftuch anzeichnen und ausschneiden. 
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  2. Stofftuch zur Hälfte falten und bügeln.
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  3. In das Stofftuch drei gleichmäßig verteilte Faltenbügeln (Faltentiefe 1,3 cm).
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  4. Zwei 90 cm lange und 2 cm breite Streifen (Kopfbänder) und zwei 17 cm lange und 2 cm breite Streifen (Kantenverstärkung) aus Baumwollstoff ausschneiden. Eventuell die Ränder versäubern. ...Oder fertiges Köperband verwenden.
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  5. Alle vier Streifen zur Hälfte bügeln (Schrägstreifen).
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  6. Stofftuch oben und unten in die Kantenverstärkungen einlegen.
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  7. Am Oberteil Draht in die Kantenverstärkung einlegen.
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  8. Stofftuch einfassen.
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  9. Kantenverstärkungen feststecken und vernähen.
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  10. Die eingebügelten Falten des Stofftuchs zusammenlegen und mittig auf beiden Seiten in die Kopfbänder einlegen.
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  11. Kopfbänder feststecken und vernähen.
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Pflege und Reinigung des waschbaren Behelf-Mund-Nasenschutz

Der waschbare Behelf-Mund-Nasenschutz ist grundsätzlich trocken zu lagern. Vor der ersten Benutzung ist der Behelf-Mund-Nasenschutz zu waschen. Nach der Benutzung ist der Behelf-Mund-Nasenschutz vorsichtig auszuziehen, die Berührung der Außenfläche ist dabei zu vermeiden. Nach dem Ausziehen sollte eine Hände waschen!

Gebrauchte Behelf-Mund-Nasenschutz sollten nach jeder Benutzung bzw. mindestens einmal täglich gereinigt werden. Sie können entweder bei 90°C in der  Waschmaschine gewaschen oder auf dem Herd in einem Wasserbad (5 Minuten) ausgekocht werden. Anschließend ist der Behelf-Mund-Nasenschutz zu trocknen.

Haftungsausschluss: Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Stadt Troisdorf keine Haftung für die Wirksamkeit, die Herstellung oder die sachgerechte Verwendung des Behelf-Mund-Nasenschutzes übernimmt. Jeglicher Schadensersatzanspruch gegenüber der Stadt Troisdorf wegen Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit - unabhängig, ob vom Verwender oder dem jeweiligen Gegenüber - ist ausgeschlossen. Die Herstellung/Verwendung des Behelf-Mund-Nasenschutzes
erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr.

Es wird darauf hingewiesen, dass auf jeden Fall die Hygienevorschriften des Robert-Kochinstituts zu beachten sind.

© Stadt Essen – Feuerwehr Essen - Jörg Spors (24.03.2020). Bilder: © Moritz Leick, Stadt Essen

Das Engagement der Troisdorfer Bürger*innen in der Corona-Krise ist großartig und die Menschen wollen ihre Solidarität in ganz unterschiedlicher Weise zeigen. Kürzlich hat die Firma Reifenhäuser die Produktion von Vliesstoffen für Mund-Nasenmasken begonnen. Jetzt haben sich auch Troisdorfer*innen bei der Stadt Troisdorf gemeldet, die Mund-Nasenmasken für Arztpraxen, Krankenhäuser und Rettungsdienste in Eigenproduktion nähen möchten. Die Familie Reifenhäuser hat nun der Stadt Troisdorf für Kleinproduktionen kostenfrei Rollen mit Vliesmaterial für die Herstellung von rund 150.000 Masken zur Verfügung gestellt. Die Familie Reifenhäuser ist der Stadt Troisdorf und ihren Einrichtungen -wie zum Beispiel dem Mehrgenerationenhaus- seit Jahren verbunden und spendet regelmäßig für soziale Projekte in Troisdorf: Der städtische Beigeordnete und Dezernent für Feuerschutz und Rettungswesen, Horst Wende, hatte Ulrike Hanke, die Leiterin des Sozial- und Wohnungsamtes, mit der Koordination der neuen Aktion „Troisdorf näht Mundschutzmasken“ beauftragt. „Das Sozial- und Wohnungsamt hat bereits in der Flüchtlingskrise ein gutes Netzwerk ehrenamtlicher Unterstützung aufgebaut; dieses Netzwerk können wir jetzt erneut nutzen, um die Aktion in Troisdorf umzusetzen“, so Wende. Ulrike Hanke: „Als ich Heike Jeremies von der F.I.T.- Box e.V. fragte, ob sie uns mit ihren Ehrenamtlichen, die sonst ein Nähcafé mit Flüchtlingen betreiben, bei dieser Aktion unterstützen können, sagte sie sofort zu. Der Name des Vereins ist eben einfach Programm!“

Das städtische Gebäudemanagement stellt für das Zuschneiden der Stoffe die Turnhalle einer Grundschule bereit. Hier werden die Mitglieder der F.I.T.-Box e.V. und weitere Helfer*innen die Stoffpakete für die Weiterverarbeitung zur Verfügung stellen und die fertigen Masken wieder in Empfang nehmen. Von hier aus erfolgt dann auch die Abgabe oder Auslieferung an Arztpraxen, Krankenhäuser und Rettungsdienste etc. Wer nähen möchte oder Mund-Nasenmasken benötigt, wendet sich bitte ausschließlich per Mail an das Postfach Troisdorfnaehtmundschutz@troisdorf.de . In der E-Mail anzugeben sind der Bedarf sowie der geplante Verwendungszweck. Vlies zur Verarbeitung durch Privatpersonen wird nicht ausgegeben. Es wird nur Material zur späteren Nutzung durch Arztpraxen, Altenheime, Pflegedienste, Krankenhäuser usw. abgegeben. Die Ausgabe der Vliesstoffe erfolgt nur so lange der Vorrat reicht. Die Stadt Troisdorf bittet um Verständnis. Für die Anschaffung weiterer, noch benötigter Materialien, wie zum Beispiel Draht und Schrägband, werden Spenden benötigt. Für die Beschaffung hat die Stadt Troisdorf ein Spendenkonto eingerichtet. Geldspenden können hierzu unter dem Verwendungszweck „Corona-4148970“ auf den Konten der Stadt Troisdorf

eingezahlt werden.