STELLUNGNAHME zum Sachstand der Schließung der Deponie Troisdorf
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Meldung
10.08.2026: STELLUNGNAHME zum Sachstand der Schließung der Deponie Troisdorf
Am 3.8.2026 hat die Stadt Troisdorf unter dem Titel „Stilllegung der Deponie“ eine Pressemitteilung veröffentlicht. In diesem Zusammenhang möchten wir folgende Sachverhalte ergänzen:
Im Jahr 2011 hat die Deponiebetreiberin MINERALplus GmbH mit der Stadt Troisdorf einen Vertrag geschlossen, in dem die Beendigung der aktiven Abfallbeseitigung bis zum 31.08.2026 befristet ist.
Die MINERALplus GmbH hat die Vertragserfüllung zu keiner Zeit in Frage gestellt. Im Jahr 2022 suchte MINERALplus den Dialog mit der Stadt Troisdorf und der Öffentlichkeit, um eine eventuelle Fortführung der Deponie zu diskutieren – im Hinblick darauf, dass der Bedarf zur Deponierung mineralischen Abfälle in den nächsten Jahren voraussichtlich steigen werde. Die zur Deponie Troisdorf gelieferten Abfallmengen stammen zum großen Anteil aus dem räumlichen Einzugsbereich des Standorts. Zum deponierten Abfall gehören unter anderem Bodenaushub und Bauschutt ebenso wie Isoliermaterial, Gipskartonplatten und Putzreste.
Als der Stadtrat sich eindeutig gegen eine Verlängerung positionierte, rückte MINERALplus von dem Wunsch eines weiteren Dialogs ab. Ein formeller Antrag auf Verlängerung oder Erweiterung der Deponie erfolgte seitens MINERALplus zu keiner Zeit.
Anstehende Maßnahmen zur Stilllegung der Deponie
Die Baumaßnahmen zur Vorbereitung der endgültigen Stilllegung der Deponie laufen bereits. Hierfür werden große Mengen an Materialien benötigt, die per LKW angeliefert werden: Mithilfe der Materialien erfolgt zunächst die Herstellung eines tragfähigen Untergrunds und später die Abdichtung der Oberflächen, bevor eine Rekultivierung erfolgen kann. Bei den zur Oberflächenabdichtung benötigten Materialien handelt es sich u. a. um mineralische Abfälle mit Baustoff-Eigenschaften. Diese sind qualitätsüberwacht, speziell für diesen Einsatzzweck zugelassen und erprobt.
Folgender Ablauf ist aktuell vorgesehen:
- Ab dem 1.9.2026 sind Maßnahmen zur Vorbereitung der Aufbringung der Oberflächenabdichtung auf den Deponieabschnitten 2, 4 und 5 erforderlich, dazu zählen im Wesentlichen Messungen zur Feststellung des Abklingens der Setzungen und das Aufbringen einer gasgängigen Trag- und Ausgleichschicht.
- Im Anschluss wird in den Deponieabschnitten 2, 4 und 5 die Oberflächenabdichtung bestehend aus Schutzvlies, mineralischer Dichtungskomponente, Kunststoffdichtungsbahn und Drainageschicht abschnittsweise hergestellt. Das Aufbringen der Rekultivierungsschicht erfolgt dem Baufortschritt folgend ebenfalls abschnittsweise.
- Während dieser Maßnahmen ist die Anlieferung erheblicher Massen mineralischer Materialien erforderlich, um das technische Bauwerk der Oberflächenabdichtung herstellen zu können. Auch auf dem Deponiegelände sind erhebliche Mengen an bereits gelagertem Rekultivierungsboden zu bewegen und auf dem Deponiekörper einzubauen. Der aktuelle Stand des Konzeptes sieht eine Bauzeit für die zuvor beschriebenen Maßnahmen von rund acht bis zehn Jahren ab dem 01.09.2026 vor.
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