Ökumenischer Einkaufsdienst in Troisdorf
Ökumenischer Einkaufsdienst in Troisdorf Evangelische Kirchengemeinde Troisdorf Kronprinzenstraße 12

Ökumenischer Einkaufsdienst in Troisdorf

Meldung vom 07.04.2020

Sich selbst und andere schützen

Mitten im Schlechten geschieht auch Gutes. „Es könnte über- haupt nicht besser sein.“ Das sagt Ingrid Fausten über den Einkaufsdienst der evangeli- schen und katholischen Kirchengemeinden in Troisdorf. Er richtet sich an alle Menschen, die einer Risikogruppe angehören, also 60 Jahre oder älter sind oder Vorerkrankungen ha- ben. Ingrid Fausten wohnt in Friedrich-Wilhelms-Hütte und ist zusammen mit ihrem Ehe- mann eine derjenigen, die den Dienst in Anspruch nehmen. Der Sohn des Rentnerehe- paars lebt in der Nähe von Stuttgart und empfahl einen Einkaufsdienst zu nutzen. Das Paar folgte dem Rat. Den Grund dafür erklärt Wilhelm Fausten so: „Wir wollen uns persön- lich schützen und auch andere schützen und hoffen, dass uns nichts passiert.“

Mitten im Schlechten, in der Corona-Pandemie, könnte noch häufiger Gutes geschehen, würden mehr Betroffene die Hilfe in Anspruch nehmen, die inzwischen an vielen Stellen angeboten wird. An einer großen Zahl von Helferinnen und Helfern mangelt es nicht. Sa- bine Wymar, die für das Ehepaar Fausten einkauft, hatte in einem Fernsehbericht von der Idee eines Einkaufsdienstes erfahren. Sofort hat sie sich in ihrer Kirchengemeinde nach solch einem Projekt erkundigt – das Angebot befand sich da gerade im Aufbau. „Ich fand das eine tolle Sache“, sagt die Mutter von zwei Kindern. „Ich wollte hier einfach meine Hilfe anbieten. Es gibt Menschen - hier speziell ältere Menschen, die keine Angehörigen haben oder niemanden in der Nähe haben, der helfen kann.“

Ein Koordinationsteam rund um Pfarrer Michael Lunkenheimer und Diakon Klaus Ersfeld vermittelt die Helfenden an die Hilfesuchenden. Über die Hilfe sind die Faustens sehr dankbar. „Es hat bisher hervorragend funktioniert. Die Dame ist absolut nett“, sagt Wilhelm Fausten. Die junge Frau und das Ehepaar waren sich auf Anhieb sympathisch. Einmal in der Woche bekommt das Ehepaar Fausten eingekauft. Dabei wird jeder direkte Kontakt

vermieden. Gegen ein kurzes Pläuschchen mit genügend Sicherheitsabstand vor der Tür spricht aber nichts: „Wir konnten sogar noch ein nettes Gespräch führen“, erzählt Fausten erfreut. Die Freude ist gegenseitig: Auch Sabine Wymar freut sich über den neu entstan- denen Kontakt: „Die Zeit nimmt man sich gerne.“

Gefährlich ist dagegen, dass viele Menschen aus der Risikogruppe noch selbst einkaufen gehen – sei es aus Angst vor Verlust ihrer Selbstständigkeit oder um anderen Menschen zu begegnen. Bei allem Verständnis gibt Pfarrer Michael Lunkenheimer zu bedenken: „Der gesundheitliche Schutz ist in der momentanen Situation viel wichtiger.“ Das Ansteckungs- risiko in der Einkaufssituation sollten Ältere und Menschen mit Vorerkrankung in der nächsten Zeit unbedingt vermeiden.

Kontakt zum Koordinationsteam der Einkaufshilfe unter der Nummer 015733271833. Dort sollen bitte Name und Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden – Rückruf folgt.

Ansprechpartner für Medien:
Pfarrer Michael Lunkenheimer, eMail michael.lunkenheimer@ekir.de, Telefon 022411262713

Meldung vom 07.04.2020

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