Gymnasium Zum Altenforst
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Talente sichten und Begabungen fördern

Das Altenforst ist erstes MINT-Leistungszentrum im Rhein-Sieg-Kreis

Während sich die meisten Schüler in NRW in die Herbstferien verabschiedeten, feierten Schüler, Lehrer, Eltern und viele Vertreter aus Politik, dem Bildungswesen und Wirtschaft am letzten Schultag vor den Ferien die Anerkennung des Troisdorfer Gymnasiums als erstes MINT-Leistungszentrum im Rhein-Sieg-Kreis. Stolz präsentierten Altenforster Schüler an verschiedenen Lernorten ihre Projekte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, den Naturwissenschaften und Technik. 

In ihrem Gastvortrag"MINTeresse wecken" bot Prof. Annette Scheersoi der Uni Bonn Antworten auf die drängende Frage, wie man dem stark abnehmenden Interesse der Kinder an naturwissenschaftlichen Fächern entgegen wirken könne. Als Ursachen dieser internationalen Tendenz identifizierte die Expertin den traditionellen Unterricht. Es fehle an Praxis, Unterricht werde zu wenig an die Lebenswelt der Schüler angebunden und es mangele an Vorbildern in MINT-Berufen.

Nicht zufällig ist das Altenforst als Partnerschule für das EU-Projekt MultiCo ausgewählt worden: Hier konnte über 3 Jahre in ausgewählten Klassen und Kursen erforscht werden, wie sich das Interesse der Schüler in den MINT-Fächern entwickelt, wenn die Schüler erhalten, was sie wirklich brauchen: emotionale Lernziele, relevante Kontexte, Kontakt zu Rollenvorbildern und praktische Arbeit an authentischen wissenschaftlichen Geräten.

Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski freute sich darüber, wie am Altenforst die äußere Hülle mit Leben gefüllt werde. Denn der Schulträger könne zwar Bauvorhaben fördern, sinnvoll nutzen müsse es die Schule selbst. Immerhin investierte die Stadt Troisdorf allein 80.000 Euro in das neue Schülerlabor, weitere 25.000 Euro brachte der Förderverein der Schule auf. 

Das Altenforst setzt auf eigene Ressourcen: Der diesjährige Sponsorenlauf werde u.a. für die weitere Ausstattung des Schulerlabors genutzt. Nun kann vor Ort geforscht, gemessen und ausgewertet werden. Der Chemie-LK wertete in einem Projekt DNA-Proben aus. Mit weißen Kitteln, Schutzbrillen und wissenschaftlichen Geräten ausgestattet wirkten die Schüler wie echte Jungforscher - und so fühlte es sich für sie auch an. Diese Flow-Erlebnisse seien zentral dafür, dass Kinder und Jugendliche ihre Begabung auch ausschöpfen, erläuterte Dr. Michael Wolf, fachlicher Leiter des Hoch-Begabten-Zentrum (HBZ) in Brühl. Die Erfahrung etwas selbst gestalten oder bewirken zu können sei eine zentrale Bedingung für erfolgreiche Begabtenförderung.

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