Kunsthaus Troisdorf
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Meldung vom 10.03.2020

Vernissage: Sonntag, 22.03.2020, 11:00 Uhr

Unter dem Titel "Sichtweisen" zeigen die Künstler*innen Margret Schopka, Rosemarie Stuffer, Stefan Philipps und Rolf Scheider vom 22. März bis 19. April im Kunsthaus Troisdorf eine Auswahl ihrer Arbeiten.

Ihre Werke scheinen auf den ersten Blick nicht viele Gemeinsamkeiten aufzuweisen, doch der genauere Blick deckt viele Überschneidungen auf. Alle vier benutzen eher gewöhnliche bzw. alltägliche Materialien um zu ihren künstlerischen Aussagen zu gelangen. Dabei geht es bei allen um das Thema Assoziation und Deutungsfreiheit. Die zumeist abstrakten Arbeiten sind dabei realitätsnäher als es den Betrachtenden auf den ersten Blick hin auffallen mag.

Margret Schopka kreiert im freien Spiel von Form und Technik aus vorgefundenen Objekten Vexierbilder mit vermeintlichen Realitäten und schafft so völlig neue Deutungsinhalte (Doris Hensch).

Rosemarie Stuffers fragile Arbeiten aus Draht und Papier suggerieren Gegensätze wie Schwere und Leichtigkeit. Sie wirken wie Modelle filigraner Behausungen einer schemenhaften Realität, Wolkenkuckucksheime oder Luftschlösser. Sie konstruiert Traumwelten bzw. Landschaften, die sowohl den Wandel wie auch prozessuale Veränderungen der allgegenwärtigen Natur und deren zerstörerische Kraft thematisieren (Sabine Elsa Müller).

Bei Stefan Philipps werden Plan und Zufall zum Ausgangspunkt der künstlerischen Gestaltung. Alltägliche Materialien wie organisches Papier und anorganischer Rost werden kombiniert und mit grafischen Figuren zu teils surrealen Landschaften ergänzt. Dabei sind Bilder und Objekte aus reinen Rostabdrucken in viel höherem Maße realitätsnah und abbildend als jedes gemalte Bild. Sie zeigen die entkleidete Wirklichkeit (Hellmann, 1993).

Rolf Scheider zeichnet mit Draht im Raum oder erweckt Stahlabfälle zu einem zweiten, künstlerischen Leben. Er setzt sich seit Jahren mit Zeichnung und dem Material Stahl auseinander. Für ihn spiegelt sich darin das Auf und Ab des Lebens.

Allen vier Künster*innen gemeinsam ist das Bestreben sowohl realitätsfreie wie auch realitätsbezogene Assoziationen hervorzurufen und so bei den Betrachtenden die visuelle Suche nach Unbekanntem und Bekanntem zu stimulieren.

In die Ausstellung führt die Trierer Kunsthistorikerin Christina Biundo ein.

Meldung vom 10.03.2020

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