Unternehmerfrühstück bei der Schlimgen Logistics Solutions
Unternehmerfrühstück bei der Schlimgen Logistics Solutions pro Troisdorf e.V. – Der Unternehmer-Club Lechfeld 1

Unternehmerfrühstück bei der Schlimgen Logistics Solutions

Die auf Luftfracht spezialisierte Schlimgen Logistics Solutions mit Sitz im Gewerbegebiet Camp Spich arbeitet als Dienstleister für rund 150 Speditionen, Fluggesellschaften und Industrieunternehmen.

Bei einem Unternehmerfrühstück des Unternehmer-Clubs pro Troisdorf und der Wirtschaftsförderung TROWISTA am 4. April stellten die Geschäftsführer Norbert und Andreas Schlimgen, Sohn des Firmengründers, ihr Unternehmen vor.

Die Schlimgen Logistics Solutions verfügt über 50 LKW, Niederlassungen in Troisdorf, Düsseldorf und Frankfurt und erwirtschaftet mit 120 Mitarbeitern – darunter Berufskraftfahrer und Speditionskaufleute – 10 Millionen Euro Jahresumsatz. Im Gewerbegebiet Camp Spich verfügt sie über 10 000 Quadratmeter Lagerfläche und bietet ihren Kunden ein „Rundum-Sorglos-Paket“ – Sicherheitskontrollen, Zollabwicklung und Transport inklusive.

„Ihr Beispiel macht deutlich, welche Dynamik unternehmerische Initiative entfalten kann“, erklärte pro Troisdorf-Vorstandsvorsitzender Christian Seigerschmidt bei diesem Termin. Hintergrund: Norbert Schlimgen war 1981 als Einmann-Unternehmen in die Selbstständigkeit gestartet. Ursprünglich hatte der Unternehmensgründer während seines Elektrotechnik-Studiums als Fahrer gearbeitet „und nachts Sendungen zum Frankfurter Flughafen gebracht“.

Von Troisdorf aus bedient die Schlimgen Logistics Solutions heute gemeinsam mit Speditionspartnern bundesweite Destinationen mit Schwerpunkten Köln, Düsseldorf, Frankfurt, München und Stuttgart. Norbert Schlimgen: „Troisdorf ist wegen seiner hervorragenden Verkehrsanbindung in der Peripherie von Köln ein idealer Standort für uns. In alle Himmelsrichtungen sind die Autobahnverbindungen sehr gut.“

Die Schlimgen Logistics Solutions engagiert sich in einem integrierten Geschäftsfeld. Norbert Schlimgen: „Das System Luftfracht funktioniert mit mehreren Beteiligten: den Fluggesellschaften, dem Spediteur und Dienstleistern wie uns. Wir fertigen keine Luftfracht unter eigenem Namen ab, sondern immer nur im Auftrag Dritter.“ Die meisten Luftfracht-Speditionen besitzen keinen eigenen Fuhrpark, sondern nutzten Dienstleister wie die Schlimgen Logistics Solutions. Im Mittelpunkt steht hier Konsolidierung von Frachtraum und Lagerkapazitäten für mehrere Kunden aus ökologischen und ökonomischen Gesichtsgründen.

Die Schlimgen Logistics Solutions bietet ihren Kunden „ein Rundum-Sorglos-Paket“. Andreas Schlimgen: „Bei uns im Lager werden alle Waren mit einem großen Röntgengerät untersucht. Dort wo das nicht möglich ist, prüfen speziell trainierte Hunde sie zudem auf versteckte Sprengstoffe. Wenn Waren von uns in Flugzeuge geladen werden, wissen die Airlines, dass diese sorgfältig überprüft wurden und sicher sind.“

Wirtschaftsförderer Thomas Zacharias: „Logistiker sind für unsere hochspezialisierte und arbeitsteilige Wirtschaft unverzichtbar. Die Schlimgen Logistics Solutions hat Ihr Dienstleistungsspektrum perfekt an die Bedürfnisse ihrer Kunden angepasst. Das ist ein wesentliches Element ihres Erfolges.“

Expandiert ist das Unternehmen wegen der stark wachsenden Luftfracht-Mengen, die über die Jahre immer mehr zum Massenprodukt wurden. Der Platz auf dem Flughafengelände reichte nicht mehr aus. Deshalb zog man 1992 zunächst an die Lütticher Straße und richtete dort auf 4000 Quadratmeter Lagerfläche ein Zoll-Verwahrlager ein. Das war im weiten Umkreis ein Novum: „Das funktioniert im Prinzip wie ein Freihafen“, erklärt Andreas Schlimgen. Erneut gestiegener Platzbedarf sorgte 2017 für den Umzug an den heutigen Standort der Zentrale im Camp Spich. Neben einem Bürotrakt finden sich hier 10 000 Quadratmeter Lagerfläche. Hier werden monatlich 5000 Tonnen Fracht umgeschlagen. Das reicht von Deutz-Motoren bis zu neuen Land-Rovern für einen Scheich in Dubai bis zu Prototypen von Autoherstellern“, so Andreas Schlimgen.

Zur aktuellen Debatte um Dieselabgase erklärte Geschäftsführer Norbert Schlimgen: „Wir fahren schon seit einem Jahrzehnt mit dem neuesten Euronorm-Motoren. Weil wir eine sehr junge Fahrzeugflotte haben, entspricht diese immer den aktuellen Umweltstandards.“ Das Durchschnittsalter der LKW im Unternehmen beläuft sich auf maximal vier Jahre. Danach werden sie an die Leasinggeber zurückgegeben.

Auch der Brexit und seine Folgen waren Thema in diesem Gespräch. Dazu Norbert Schlimgen: „Wir hatten früher eine Flotte mit 20 LKW, die nach Großbritannien gefahren sind. Diese Flotte haben wir stark reduziert, daher mache ich mir wegen des Brexits keine Sorgen. Die Engländer sind meiner Ansicht nach auf unsere Waren angewiesen. Insofern haben Sie bei einem Brexit das größere Problem. Das Geschäft und der Zeitaufwand werden allerdings durch die Zollabwicklung größer werden.“

Fakten: Schlimgen Logistics Solutions

  • Geschäftsführer: Norbert und Andreas Schlimgen
  • Mitarbeiter: 120
  • Flotte: 50 LKW. Alter bis zu vier Jahre
  • Umsatz: 10 Mio. Euro p. a.
  • Güterumschlag: 5000 Tonnen pro Monat
  • Niederlassungen: Troisdorf, Düsseldorf, Frankfurt
  • Lagerfläche: 12 000 Quadratmeter
  • Operationsgebiet: bundesweit – Köln, Düsseldorf, Frankfurt, München, Stuttgart, mit Speditionspartnern weitere Destinationen

Im Vorfeld dieses Unternehmer-Frühstücks hatten Christian Seigerschmidt und Carsten Seim die Geschäftsführer Andreas und Norbert, zu Ihrem Geschäftsmodell und zur Unternehmensgeschichte befragt.