Über ZiTi
Über ZiTi / Zukunfts-Initiative Troisdorf Innenstadt (www.troisdorf.city/ZiTi)

Über ZiTi

Überblick und Basis-Informationen...

Das "Integrierte Handlungskonzept Innenstadt" heißt: "Zukunfts-Initiative Troisdorf Innenstadt" (Abkürzung: ZiTi)

...aber: was bedeutet das eigentlich?

"Das Integrierte Handlungskonzept Innenstadt bildet die Klammer für alle städtebaulich relevanten Maßnahmen in der Innenstadt, die derzeit zur Attraktivierung und Erneuerung der Innenstadt durchgeführt werden bzw. für etwa dienächsten 8 Jahre geplant sind."

ZiTi / Zukunfts-Initiative Troisdorf Innenstadt in Kürze

  1. Im Jahr 2012 wurde vom Rat der Stadt Troisdorf ein "Integriertes Handlungskonzept Innenstadt" beschlossen.
  2. Das "Integrierte Handlungskonzept Innenstadt" heißt: "Zukunfts-Initiative Troisdorf Innenstadt" (Abkürzung: ZiTi)
  3. ZiTi ist in 6 Handlungsfelder unterteilt
  4. ZiTi beinhaltet insgesamt 62 Maßnahmen (Baumaßnahmen und auch begleitende Maßnahmen)
  5. Finanzierung: die Maßnahmen werden teils öffentlich, auch mit Fördermitteln von Land und Bund, teils privat durchgeführt und finanziert.
  6. Die Sanierung und Neugestaltung der Fußgängerzone in Troisdorf ist mit mehreren der 62 Maßnahmen Bestandteil und Schwerpunkt des "Integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt: "Zukunfts-Initiative Troisdorf Innenstadt" (ZiTi). 

Der umfasste ZiTi-Bereich:

Handlungsfelder-Troisdorf-ZITI1

Auszüge aus dem Integrierten Handlungskonzept Innenstadt: ZiTi / Zukunfts-Initiative Troisdorf Innenstadt 

Interessante Informationen und Analysen, die u.a. zu den Lösungen und Maßnahmen im Rahmen von ZiTi / Zukunfts-Initiative Troisdorf Innenstadt führten.

Stadtbild

Das Bild der Innenstadt Troisdorfs ist geprägt durch den größtenteils gut erhaltenen Altbaubestand aus unterschiedlicher Bauzeit sowie in der Fußgängerzone auch durch Neubauten, die im Zuge der Innenstadtsanierungen in den 1970er und 80er Jahren gebaut wurden. Der Denkmalpflegeplan aus dem Jahr 2010 zeigt auf, welche Gebäude unter Denkmalschutz stehen und gibt Hinweise darauf, welche Gebäude und Bereiche nach fachlicher Einschätzung des Gutachters Professor Werling denkmalwert oder erhaltenswert sind. Insbesondere einige Wohnstraßen verfügen aufgrund der Architektur der Gebäude, aber auch aufgrund der Straßenraumgestaltung über ein schönes Straßenbild. Quartiersplätze, wie der Richard-Wagner-Platz oder der Görresplatz unterstützen diesen positiven Eindruck.

Die öffentlichen Räume sind größtenteils baulich gefasst und gut dimensioniert. Die Alte Poststraße weist sogar einen eng bebauten, altstädtischen Gassencharakter auf. Diese Besonderheit sollte hier deutlicher als bisher in Wert gesetzt werden. Leider sind aber auch Brüche im Stadtbild zu verzeichnen. Zu nennen sind der zu groß dimensionierte Wilhelm-Hamacher-Platz, der sehr funktional wirkende Pfarrer-Kenntemich-Platz und der ungeordnete Römerplatz.

Die wichtige Verbindung zwischen Bahnhof / Busbahnhof und zentraler Innenstadt ist in den vergangenen Jahren bereits aufgewertet worden. Aufgrund des weiten öffentlichen Raums auf zwei Ebenen und der heterogenen Baustruktur können weitere Maßnahmen die Mängel im Stadtbild zwar mildern, aber nicht vollständig heilen. Dem südöstlichen Stadtrand fehlen eine klare bauliche Stadtkante sowie eindeutige Innenstadteingänge. Auch am westlichen Stadtrand im Bereich des Rathauses sollten die sich bietenden Chancen eines attraktiven Auftakts in die Innenstadt genutzt werden.

Grün und Freiraum

Die Innenstadt Troisdorfs ist urban gestaltet. Grüne Straßenräume und Plätze laden zum Verweilen ein, Parkanlagen und Grünflächen befinden sich eher am Rand der zentralen Stadtmitte. Mit den Grünflächen rund um die Burg Wissem am östlichen Innenstadtrand besteht ein attraktives, intensiv angenommenes Naherholungsgebiet. Hier befindet sich ein großer Spielplatz, und der Ort ist Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen in die Wahner Heide. Ein weiterer Übergang ins Grün befindet sich am nördlichen Stadtrand mit Sport- und Freizeitangeboten, wie Fußball- und Tennisplätzen.

Schöne Solitärbäume und Baumalleen bereichern die Innenstadtstraßen und -plätze. Es gibt eine Abfolge unterschiedlicher Plätze, vor allem im Verlauf der Kölner Straße. Die Plätze der Innenstadt sollten jedoch intensiver als bisher bespielt, genutzt oder inszeniert werden. In den Wohngebieten werden grüne Innenhöfe und private Gärten von den Bewohnern genutzt.

Bemängelt werden muss das Spiel- und Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche im öffentlichen Raum der zentralen Innenstadt. Bei zukünftigen Umgestaltungsmaßnahmen im öffentlichen Raum sollte dies bedacht werden.

Verkehr

Die äußere Erschließung der Innenstadt erfolgt vorrangig als Innenstadtumgehung (Stationsweg - Poststraße - Theodor-Heuss-Ring - Kirchstraße), die bereits seit über 20 Jahren den überörtlichen Verkehr aufnimmt, aber bisher noch nicht im Einvernehmen mit dem Straßenbaulastträger als Bundesstraße B 8 umgewidmet werden konnte. Im westlichen Stadtbereich wird der Verkehr in einer spitzwinkligen Straßenführung über den Stationsweg an die alte B 8 der Kölner Straße angebunden. Diese komplizierte und die Wohnlagen belastende Verkehrsführung, die den öffentlichen Straßenraumflächen vor dem Rathaus jegliche Aufenthaltsqualität nimmt, kann durch Neuordnung der Fläche zwischen Ohmstraße und Am Bahndamm vereinfacht werden.

Eine nördliche, untergeordnete Spange dient der Erschließung der anliegenden Wohnquartiere und der Verbindung Richtung Altenrather Straße. Ein großer Teil der Wohnstraßen wird hauptsächlich von Anliegern genutzt und ist dementsprechend ruhig. Die Straßen sind in einem befriedigenden Zustand, im südöstlichen und westlichen Stadtbereich stehen Aufgaben der Instandsetzung oder Umgestaltung von Straßenräumen an.

Die Bereiche, die nur dem Fußgänger vorbehalten sind, sind groß bemessen. Die Fußgängerzone ist lang und Plätze ergänzen das Aufenthaltsangebot. Da die Fußgängerzone, die zeitlich beschränkt auch der Anlieferung der anliegenden Geschäfte dient, immer wieder große Unterhaltungskosten hervorruft, soll diese in absehbarer Zeit funktionsgerecht umgestaltet und in Abschnitten erneuert werden. Zukünftig sollen die Plätze, mehr noch als heute, eine Bestimmung erhalten und diese in ihrer Gestalt nach außen tragen.

Das innerstädtische Parkplatzangebot auf ebenen Stellplätzen, in Parkhäusern und Tiefgaragen ist gut verteilt. Die derzeit geschlossene (Anm. d. Red.: ist bereits wieder geöffnet) Tiefgarage Wilhelm-Hamacher-Platz wird nach Eröffnung der Einkaufspassage im 4. Quartal 2013 wieder geöffnet. Mit dem großzügigen Parkhaus am Bahnhof ist im Randbereich der Innenstadt ein zusätzliches attraktives Angebot entstanden.

Mit dem unmittelbar am südlichen Innenstadtrand gelegenen Bahnhof und Busbahnhof ist eine optimale ÖPNV Anbindung der Troisdorfer Innenstadt gegeben. Viele Buslinien führen durch das Innenstadtgebiet und hinaus in die umliegenden Vororte. Der Busbahnhof und der Bahnhofsvorplatz wurden im Jahr 2005 mit Fördermitteln attraktiv gestaltet, geplant ist ein Beschleunigungsprogramm für den ÖPNV auf der Innenstadtumgehung vom Ursulaplatz bis zum Rathaus.

Die jetzige Ankommenssituation am Bahnhof wird der Innenstadt nicht gerecht. Angestrebt werden der Ankauf des Bahnhofsgebäudes und ein Neubau durch einen Investor, das die Aufgaben des DB-Empfangs zeitgemäß übernimmt. Eine Konsenzvereinbarung mit der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW (BEG) wurde inzwischen abgeschlossen.

Bürgerbeteiligung

Im Juni (Anm. d. Red.: 2014) wurden die Vertreter der Einzelhändler und im Juli die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich an der für die Innenstadt Troisdorf wichtigen Planung der zukünftigen Entwicklung zu beteiligen. Nachfolgend können folgende Anregungen aufgeführt werden, die im Handlungskonzept und bei der späteren Umsetzung mit diskutiert werden.

  • Eine Gestaltung der Fußgängerzone wird dringend gewünscht. Das Pflaster ist beschädigt und die Möblierungselemente sind nicht mehr zeitgemäß.
  • Die Möblierung in der Fußgängerzone mit den Sitzmöglichkeiten auf erhöhten Baumbeeten wird nicht als ideal betrachtet. Dennoch sollten bei einer Umgestaltung wieder viele Sitzgelegenheiten eingeplant werden, damit das Verweilen in der Fußgängerzone auch ohne Verzehrzwang weiterhin möglich ist.
  • In der Innenstadt fehlen Kinderspielplätze. Spielmöglichkeiten sollten mitten in die Innenstadt integriert werden. Ein idealer Ort für Kinderspiel könnte beispielsweise der Kölner Platz sein.
  • Es wäre aus Sicht der Bürger wünschenswert, die Grundschule an der Viktoriastraße in ihrer Funktion zu belassen, jedoch sind im Rahmen der gesamtstädtischen Schulentwicklungsplanung politische Beschlüsse zur Verlagerung der Schule gefasst worden.
  • Die Beschilderung mit Hinweisen auf wichtige Gebäude, Einrichtungen und auch spezielle Einzelhandelsangebote ist mangelhaft. Es wird vorgeschlagen, ein umfassendes Beschilderungssystem einzurichten. Ein solches Beschilderungssystem könnte unter einem Corporate Design beispielsweise in Form moderner Stelen oder als Bodenleitsystem („Fußgängerbuttons“) gestaltet werden. Dieses Leitsystem sollte vor allem auch die für Senioren und Kinder interessanten Ziele beinhalten.
  • Der Wochenmarkt sollte einen festen Platz mitten in der Innenstadt erhalten.
  • Bei einer Umgestaltung des Wilhelm-Hamacher-Platzes muss dringend die Beleuchtung des Platzes verbessert werden.
  • Der Fischerplatz wird als sehr schöner Platz der Innenstadt empfunden. Aufgrund maroder Entwässerungsleitungen muss er jedoch erneuert werden. Es wird die dringende Bitte geäußert, dass der Platz sich in seiner Gestalt möglichst nicht grundlegend verändert.
  • Der geplante Festplatz an der Stadthalle sollte auf keinen Fall Feste oder Aktivitäten, die bislang in der zentralen Innenstadt stattfinden, auf sich ziehen. Der Weihnachtsmarkt oder Wochenmarkt wäre an dieser Stelle nicht richtig platziert. Lautere Aktivitäten aber, wie beispielsweise Public Viewing, die auf dem Wilhelm-Hamacher-Platz aus Lärmschutzgründen nicht mehr möglich waren, wären hier sicher gut untergebracht.
  • Der Lieferverkehr in der Fußgängerzone findet vor allem zu den Öffnungszeiten der Geschäfte statt. Es wird der Wunsch geäußert, die Anlieferungen etwas früher am Morgen vorzunehmen.
  • Radfahrer in der Fußgängerzone werden als gefährliches Problem empfunden.
  • Kaufland bietet Stellplätze zu günstigen Gebühren, daher ist es als Ausgangspunkt für einen Geschäftsbummel durch die Innenstadt beliebt.
  • Die Verkehrsbelastung in der Schloßstraße ist zu bestimmten Zeiten aufgrund des Bring- und Abholverkehrs für Schule und Kindergarten sowie des Anlieferverkehrs zu Rewe und Aldi recht hoch. Es wird vorgeschlagen, über eine andere Verkehrsführung nachzudenken, möglicherweise wäre eine Einbahnstraßenregelung hilfreich.
  • Der neue Rathausplatz muss befahrbar bleiben.
  • Modernisierungsmaßnahmen bei Altbauten werden für die Zukunft notwendig sein. Es sollte aber beachtet werden, dass die Mieten weiterhin bezahlbar bleiben.
  • Im südöstlichen Innenstadtbereich am Theodor-Heuss-Ring befindet sich eine Fläche, die einer neuen Entwicklung zugeführt werden sollte.
  • Die Kirchengemeinde St. Hippolytus beabsichtigt bauliche und Nutzungsänderungen auf ihren Grundstücken. Das Canisius-Haus steht bereits leer, und es gibt Gespräche mit Interessenten. Stattdessen wird über einen kleineren Neubau für das Pfarramt nachgedacht. Bauliche Entwicklungen im Bereich Steinhof / Kuttgasse sind aus Sicht der Kirche wünschenswert.
  • Im Herbst wird die Öffentlichkeit zu einer neuen Veranstaltung eingeladen, in der die Ergebnisse des Handlungskonzepts für die Innenstadt vorgestellt und diskutiert werden.

Leitbild

Als übergeordnetes Leitziel für die Troisdorfer Innenstadt werden der Erhalt und die Weiterentwicklung für die Gesamtstadt als lebendiger Ort für Wirtschaft und Handel, zum Wohnen und Arbeiten, für Kultur und Bildung sowie für Versorgung und Freizeit angestrebt. Die Nutzungsvielfalt für alle Generationen, ein lebenswerter Stadtraum und ein anspruchsvolles Stadtbild stehen im Vordergrund. Die Kölner Straße bildet hierbei das Rückgrat der Innenstadt, das die zentralen Versorgungsangebote bündelt und die kulturellen Schwerpunkte zukünftig miteinander verbindet. Ein großes und vielfältiges Angebot an Wohnquartieren säumt dieses lange Band.

Weiterentwicklungen in den folgenden Handlungsfeldern sind bereits eingeleitet und werden fortgeführt:

Schematisches Leitbild | Innenstadt Troisdorf

Schematisches Leitbild | Innenstadt Troisdorf

Entwicklungsziele

Das Integrierte Handlungskonzept zeigt nachfolgend mit der systematischen Auflistung einzelner Maßnahmen in den sechs genannten Handlungsfeldern auf, wie diese Ziele sukzessive realisiert werden können. Als Zeithorizont der kurz- bis mittelfristigen Maßnahmen ist das Jahr 2020 vorgesehen. Einige langfristige oder auch andauernde Maßnahmen gehen über das Jahr 2020 hinaus.

Stärkung von Einzelhandel und Wirtschaft

Die Innenstadt ist der zentrale Versorgungsbereich mit einer Versorgungsfunktion für das gesamte Stadtgebiet von Troisdorf und die umgebende Nachbarschaft. Die langgestreckte Kölner Straße hält ein großes Angebot an Handel, Dienstleistung und Gastronomie bereit, der südliche Ast der Fußgängerzone Alte Poststraße / Am Bürgerhaus / Wilhelm-Hamacher-Straße ergänzt mit den zuvor aufgedeckten Mängeln das innerstädtische Angebot zu einem Rundlauf. Diese Wegeverbindung soll durch den Neubau einer Einkaufspassage am Wilhelm-Hamacher-Platz gestärkt werden.

Übergeordnetes Ziel ist die weitere Stabilisierung des zentralen Einkaufsbereichs durch Erweiterung der Angebote und Stärkung des Profils oder auch der Ausbildung verschiedener Profile für einzelne Bereiche. Entwicklungspotenziale für Neubauten sind in der dicht bebauten Innenstadt mit Ausnahme des Grundstücks des ehemaligen Bürgerhauses eher begrenzt. Bestehende Ladenlokale können jedoch optimiert und Leerstände genutzt werden. Dabei sollten insbesondere das Wohlbefinden, ein gutes Service-Angebot und die Kommunikation beim Einkauf einen großen Stellenwert einnehmen. Als Leitfunktion sichert der Einzelhandel den übrigen Zentrenfunktionen ein hohes Besucheraufkommen. Zur Attraktivität der zentralen Geschäftslage trägt aber vor allem eine vielfältige Nutzungsmischung aus Einzelhandel, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Dienstleistung, Entertainment, Gastronomie sowie Angebote im öffentlichen Raum bei. Das innerstädtische Wohnen übernimmt darüber hinaus die Aufgabe, die Innenstadt auch nach Geschäftsschluss zu beleben. In der westlichen Innenstadt wird der Wirtschaftsstandort Innenstadt Troisdorf durch die Neuansiedlung eines Büro- und Dienstleistungsparks auf dem ehemaligen Dynamit Nobel Grundstück gestärkt.

Erweiternde und stärkende Maßnahmen für Einzelhandel und Wirtschaft sind:

  • Entwicklung neuer größerer Angebote, wie die neue Einkaufspassage am Wilhelm-Hamacher-Platz mit großflächigen Angeboten im Einzelhandel und im Bereich Gastronomie, Freizeit und Dienstleistung
  • Sicherung und Stärkung der weiteren Magnetbetriebe, wie die Ergänzung des Einkaufscenters “Kaufland“ in Richtung neuer Einkaufspassage
  • Verbesserung der Vernetzung von Handelslagen
  • Stärkung des langen Bandes Kölner Straße durch weitere Ergänzung und Verbesserung der Angebote sowie baulicher Verbesserungen des Bestands
  • Profilierung zentraler Innenstadtstraßen, wie beispielsweise der Alten Poststraße (Gastronomie, spezielle Nischenangebote wie Kunst oder Handwerk)
  • Aktives Leerstandsmanagement, Vereinheitlichung der Ladenöffnungszeiten und gemeinsame Aktivitäten oder Services der Einzelhändler
  • Integration des Wochenmarktes in die Innenstadt und Förderung weiterer Märkte und Feste
  • Schaffung neuer Angebote und Arbeitsplätze im Bereich der Dienstleistung, vorwiegend im Bereich der westlichen Innenstadt

Wohnstandort Innenstadt

Die Innenstadt Troisdorfs ist geprägt durch ein intensives Wohnangebot in Gebäuden unterschiedlichen Baualters und in unterschiedlichen Wohnformen, vom genossenschaftlichen Wohnen in gereihten Miethäusern, über Einfamilien- und Doppelhäuser bis hin zu großen Stadtvillen in grüner Stadtrandlage. Trotz zentraler, innerstädtischer Lage sind die meisten Wohnhäuser ruhig gelegen und verfügen über grün gestaltete Grundstücke. Diese starke Ausprägung des Wohnstandorts Innenstadt soll erhalten, gepflegt und ergänzt werden, denn Wohnen behält seinen hohen Stellenwert in den Innenstädten. Die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten und zur Infrastruktur stellt insbesondere für ältere Personen die große Stärke der Innenstadt dar. Die Aufwertung des Wohnumfeldes, der Erhalt und die Anpassung der historischen Bausubstanz an die veränderten Wohnbedürfnisse, die Bebauung untergenutzter Bereiche und nicht zuletzt die Regelung des Verkehrs machen das Wohnen zukunftsfähig und werben um jetzige und neue Bewohner.

Wie überall im Bundesgebiet haben sich die quantitativen und qualitativen Anforderungen an das Wohnen auch in Troisdorf gewandelt. Dies ist insbesondere auf die demografischen Entwicklungen zurückzuführen. Der allgemeine Wandel lässt sich mit den Schlagworten kleinere Haushalte, mehr Seniorenhaushalte und kürzer werdende Wohndauer skizzieren. Die demografischen und gesellschaftlichen Veränderungen lassen aber auch in vielen Städten den Trend erkennen, dass dem Wohnraum in der Innenstadt größere Bedeutung zukommt. Insbesondere junge Familien und ältere Menschen sind in ihrem Alltag auf kurze Wege und vielfältige Angebote angewiesen. Das Qualitätsbewusstsein steigt, der Ausstattungsstandard wie auch die Beschaffenheit der Wohnumgebung spielen eine Große Rolle bei der Wahl des Wohnstandorts. Vor diesem Hintergrund und der großen Anzahl älterer Gebäude in der Innenstadt Troisdorfs werden zukünftig Anpassungen nicht mehr zeitgemäßer Wohngrundrisse, energetischer Defizite oder auch bei der Fassadengestalt notwendig werden.

Ziel ist ebenso die Entwicklung von neuem Wohnraum, die Stichworte dazu heißen Angebotsvielfalt und Zielgruppenorientierung. Die Ergänzung des vorhandenen Wohnangebots durch altengerechtes oder betreutes Wohnen wird ebenso von Bedeutung sein wie die Schaffung von Wohnraum für junge Familien. Grundstücksreserven in großen Blockinnenbereichen, bisher minder genutzte Flächen beziehungsweise stillgelegte Werksflächen bieten Entwicklungspotenziale.

Erweiternde und stärkende Maßnahmen für den Wohnstandort Innenstadt sind:

  • Neubau von Wohnraum mit nachhaltigen und zukunftsorientierten Energiekonzepten
  • Neubau von Wohnraum für junge Familien, Single-Haushalte und Senioren
  • Neubau von seniorengerechtem Wohnraum mit entsprechenden Serviceeinrichtungen
  • Pflege und Aufwertung des Altbaubestands unter Sicherung eines preisgünstigen und für breite Bevölkerungsgruppen bezahlbaren Wohnraums
  • Qualitätssteigerung wohnungsbezogener Freiflächen

Entwicklung des öffentlichen Raums

Der öffentliche Raum der Innenstadt gewährleistet durch ein Netz unterschiedlicher Straßen, Plätze und Wege die schnelle Erreichbarkeit aller Ziele. Gleichzeitig ist er die Plattform für Aktivitäten und zum Verweilen für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen. Die Ausbildung des öffentlichen Raums trägt wesentlich zum Wohlfühlwert und damit auch zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt bei. Durch die Verbesserung des öffentlichen Raums kann die Kommune starke Impulse für eine umfassende Aufwertung geben und somit auch private Investitionen hervorrufen. Das entscheidende Kernprojekt für die Innenstadt Troisdorfs stellt die Gestaltung des langen Bandes Kölner Straße und der Eingänge in die Innenstadt dar. Weitere Straßen und auch Plätze sind in die Jahre gekommen: Pflasterungen sind beschädigt und haben den Belastungen der LKW-Anlieferungen über die Jahre nicht stand gehalten. Zum Teil ist ein Flickenteppich unterschiedlicher Materialien eingesetzt worden, um deren Belastungsfähigkeit im praktischen Versuch zu testen. Möblierungselemente sind veraltet. Diese Räume gilt es, durch gestalterische Maßnahmen zu sichern und ihnen ein hohes Maß an Aufenthaltsqualität zu verleihen. Insbesondere Sitzgelegenheiten ohne „Verzehrzwang“ und Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche werden in der Innenstadt vermisst. Mit der gestalterischen Ausbildung von Straßen und Plätzen sollen differenzierte, ihren jeweiligen Anforderungen oder Profilen entsprechende Räume entstehen, unter gleichzeitiger Wahrung eines durchgängigen, für die Innenstadt typischen Gestaltungsduktus.

Maßnahmen zur Entwicklung des öffentlichen Raums sind:

  • Gestaltung des zentralen Bandes der Innenstadt, der Fußgängerzone Kölner Straße und der oberen Kölner Straße, sowie der weiteren zentralen Fußgängerbereiche
  • Gestaltung von Stadteingängen
  • Gestaltung von Plätzen oder Einrichtung neuer Plätze, wie beispielsweise Rathausvorplatz obere Kölner Straße, ein Festplatz an der geplanten Stadthalle
  • Umgestaltung von Straßenräumen zu verkehrsberuhigten Räumen aufgrund geänderter Verkehrsführungen
  • Aufwertung von Wohnstraßen
  • Neuordnung ungeordneter Parkplatzsituationen
  • Umsetzung eines Lichtkonzepts und Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Beleuchtung
  • Entwicklung und Umsetzung eines Konzepts „Spielen in der Innenstadt“
  • Einrichtung eines Leitsystems für Fußgänger

Pflege des Stadtbilds

Die Troisdorfer Innenstadt ist geprägt durch ältere Gebäude unterschiedlichen Baualters. Die Siedlungsentwicklung, die mit der Industrialisierung ihren Höhepunkt erreichte, hat vor allem in den 1920er und 30er Jahren viele architektonisch anspruchsvolle Gebäude hervorgebracht, die heute unter Denkmalschutz stehen oder denkmal- bzw. erhaltenswert sind. Zu den Innenstadtpotenzialen gehören aber nicht nur bauhistorisch wertvolle Einzelgebäude, sondern auch Ensembles denkmalwürdiger Anlagen, wie beispielsweise am Richard-Wagner-Platz, oder historische Straßenzüge, wie die Hippolytusstraße. Dieses Erbe gilt es zu bewahren, in dem Gebäude und Fassaden instand gehalten werden oder auch durch Modernisierungsmaßnahmen stark veränderte Fassaden in ihren ursprünglichen Zustand zurück gebaut werden. Aber auch Baulückenschließungen, die Nutzung bislang minder genutzter Flächen oder Brachflächen sind Aufgaben zur Pflege des Stadtbilds. In der zentralen Innenstadt befinden sich nur wenige solcher Flächen, in der westlichen Innenstadt, im Bereich des Rathauses hingegen befindet sich die Innenstadt durch die Aufgabe von Werksflächen seit längerer Zeit und auch zukünftig im Umbruch. Bei der Planung von Neubauten sollte durch Beratung, Regelungen in den Bebauungsplänen oder durch Gutachten oder Wettbewerbe die architektonische Qualität gewährleistet werden. Die Pflege des Stadtbilds ist eine gemeinsame Aufgabe von Privat und Öffentlich.

Maßnahmen zur Pflege des Stadtbilds sind:

  • Verbesserungen von Stadteingängen oder markanten Stadtsituationen
  • Nutzung von Baulücken, minder genutzter Flächen oder Brachflächen
  • Pflege und Erhalt denkmalgeschützter und denkmalwerter Gebäude
  • Rückbau von Fassaden zum historischen Erscheinungsbild

Kulturelles und soziales Leben in der Innenstadt

Mit der Burg Wissem mit Bilderbuchmuseum und neu eingerichtetem Museum für Stadt- und Industriegeschichte befindet sich in der östlichen Innenstadt ein Schwerpunkt für Kultur, Bildung und Freizeit. In direkter Nähe wird dieser Schwerpunkt im „Forum“ mit der Volkshochschule und der Stadtbücherei ergänzt. Als Konsequenz aus dem beschlossenen Abriss des Bürgerhauses, das für Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Personen Platz bot, aber mittlerweile von der Bühnentechnik und der gebotenen Flexibilität einer modernern Veranstaltungsstätte weit entfernt war, entstand parallel die Idee eines multifunktionalen Ersatzbaues in Form einer neuen Stadthalle. Diese wird in der westlichen Innenstadt auf einem Teil der frei gewordenen Flächen des ehemaligen Dynamit Nobel Grundstücks entstehen. Mit der neuen Stadthalle, einem Festplatz und dem bestehenden Rathaus wird hier ein neuer kultureller Schwerpunkt gesetzt. Verbunden werden beide Kulturschwerpunkte über die Kölner Straße, die entsprechend dieser und weiterer wichtiger Aufgaben für die Innenstadt eine Neugestaltung erfährt. Neben diesen großen Einrichtungen sind es vor allem aber auch die kleinen Angebote und Veranstaltungen im Bereich Kultur, Bildung und Freizeit, die das Leben in der Innenstadt ausmachen. Diese Angebote schaffen eine hohe Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt, und auch Besucher von außerhalb werden in die Troisdorfer Innenstadt gelockt.

Maßnahmen zur Stärkung des kulturellen und sozialen Lebens in der Innenstadt sind:

  • Ausbildung zweier kultureller Schwerpunkte in der Innenstadt
  • Fortführung und Ergänzung öffentlicher Kultur-, Bildungs- und Freizeitangebote
  • Nachnutzungskonzepte für leerstehende öffentliche Gebäude im Bereich Kultur und Bildung
  • Weiterentwicklung von Angeboten der privaten Freizeit- und Kulturwirtschaft
  • Förderung von Künstlern und Entwicklung eines Konzepts „Kunst in der Innenstadt“

Mobilität

Der Verkehr bestimmt nicht mehr das Geschehen in der Innenstadt, sondern hat lediglich eine dienende Funktion, insbesondere muss er eine gute Erreichbarkeit und Orientierung gewährleisten. Er ermöglicht es, Bewohner und Besucher gut zu empfangen - in eine Innenstadt, die weitgehend vom Durchgangsverkehr befreit ist, in die man gerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Rad kommt und in der es leicht ist, die notwendigen Stellplätze zu finden, ohne dass diese das Stadtbild beeinträchtigen. Gute Voraussetzungen sind in der Troisdorfer Innenstadt gegeben. Weite Teile der öffentlichen Räume sind in den 1980er Jahren zur Fußgängerzone umgestaltet worden. Die zentrale Lage des Bahnhofs und des Busbahnhofs bieten sich an für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Während der Busbahnhof und der Bahnhofsvorplatz neu gestaltet sind, ist die Ankommenssituation am Bahnhof jedoch dringend erneuerungsbedürftig.

Die verkehrliche Erschließung des Hauptverkehrs verläuft über die südliche Tangente Kirchstraße – Theodor-Heuss-Ring – Poststraße – Stationsweg – Kölner Straße zur Einmündung der Sieglarer Straße in den Verlauf der B 8. Im westlichen Bereich ist eine direkte Verkehrsführung bereits in der Zeit der Innenstadtsanierung durch Aufstellung eines rechtsverbindlichen Bebauungsplanes als Ziel der Planung dokumentiert, dass allerdings erst jetzt mit der Verfügbarkeit des Grundstücks zwischen Am Bahndamm und Ohmstraße auch durchführbar wird. Durch die Verlängerung der Post-straße zur Sieglarer Straße können bisher vom Verkehr belastete Wohnstraßen beruhigt werden und die obere Kölner Straße kann als verkehrsreduzierter Bereich im Rathausvorplatz ihren Abschluss finden.

Die zentralen Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität sind:

  • Veränderung der Hauptverkehrsführung durch die Innenstadt im Bereich Poststraße und Stationsweg
  • Weitere verkehrliche Entlastung innerstädtischer Straßen und ihrer neuen Verkehrsbedeutung entsprechende Umgestaltung
  • Sicherung innerstädtischer Stellplätze
  • Entwicklung eines neuen DB-Empfangs
  • Beschleunigungsprogramm für den ÖPNV

Projekte

Aus der aktuellen Bestandsanalyse sowie den Ergebnissen der bereits erarbeiteten Planungskonzepte ergibt sich ein umfangreicher Handlungsbedarf für die weitere Entwicklung der Innenstadt Troisdorfs. Die nachfolgenden Maßnahmen werden den genannten Handlungsfeldern zugeordnet:

Weitere Maßnahmen und Erweiterung des Integrierten Handlungskonzeptes

Die Innenstadt von Troisdorf weist mit dem Neubau der Stadthalle gegenüber dem Rathaus und dem Bereich Burg Wissem zentrale Kultureinrichtungen auf. In dem sog. Herrenhaus Burg Wissem ist seit langen Jahren das überregional bekannte Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf untergebracht, die sog. Remise wird als Raum für Wechselausstellungen und Veranstaltungen genutzt. Der Bereich der Burg Wissem wurde im Zuge der Regionale 2010 durch den Umbau und die Erweiterung eines ehem. Verwaltungsgebäudes um das Tor zur Wahner Heide und das Museum für Stadt- und Industriegeschichte ergänzt, hinzu kamen der behindertengerechte Zugang und eine Aufzugsanlage zum Herrenhaus.

Grundlage für die Förderung der Regionalemaßnahmen ist ein Sanierungsgebiet, das den Bereich Burg Wissem und Heimbachschule umfasst und unmittelbar an das Stadtumbaugebiet „Innenstadt Troisdorf“ angrenzt. Der Erweiterungsbereich wurde bereits am 23. Mai 2007 im Zusammenhang mit dem Projekt „KennenLernenUmwelt“ der Regionale 2010 förmlich als Sanierungsgebiet im vereinfachten Verfahren festgelegt. In der Begründung heißt es: „Die Maßnahme stellt einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der städtischen Infrastruktur dar. Sie liegt in unmittelbarer Nähe der Innenstadt Troisdorf und übernimmt damit wichtige soziale und kulturelle Aufgaben.“

Die historischen Fenster des Herrenhauses Burg Wissem, in dem das Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf untergebracht ist, sollen instandgesetzt und energetisch verbessert werden. Hierzu werden die bestehenden Fenster denkmalgerecht saniert einschließlich der Instandsetzung von Fensterbänken und aller notwendigen Anschlussarbeiten zur Fassade. Projektträger ist die Stadt Troisdorf, die Kostenschätzung beläuft sich auf 1.005.000 Euro. Die Maßnahme hat hohe Priorität und soll 2015 bis 2017 umgesetzt werden.

Die Realschule Am Heimbach liegt an zentraler Stelle im Stadtgebiet und ist nach Auslaufen der Korczak – Realschule in Troisdorf-Sieglar ab 2018 die einzige Realschule in Troisdorf. Sie wird als Ganztagsschule betrieben und hat ca. 680 Schülerinnen und Schüler, die Zahl wird gem. Prognose auch im Weiteren bestehen bleiben. Im Zuge der Einrichtung des Ganztagsbetriebs wurde sie um eine moderne, auch mit Präsentationstechnik versehenen Mensa erweitert, die außerhalb der Schulzeiten auch für Veranstaltungen der Stadt, von Vereinen, politischen Parteien etc. genutzt wird. In dem Gebäudeflügel an der Römerstraße ist auch das Jugendkulturcafé „KULT“, ein selbstorganisiertes Jugendzentrum, untergebracht.

Nachdem in der Vergangenheit die Dächer der Schule saniert wurden, steht nun die energetische Sanierung der Fassaden an. Alle Fassaden werden gedämmt und die Fenster ausgetauscht. Zum Teil muss das Heizsystem angepasst werden. Träger dieser Maßnahme ist die Stadt Troisdorf, die Kosten belaufen sich auf 3.540.000 Euro. Diese Maßnahme hat Priorität II und soll zwischen 2018 und 2020 umgesetzt werden.

Die Erreichbarkeit der öffentlichen Einrichtungen im Bereich der Burg Wissem (Bilderbuchmuseum, MUSIT; Portal Wahner Heide, Kennen Lernen Umwelt, Standesamt, Remise, Gaststättenbetrieb, Freiflächen) und der Realschule (Aula und Jugendkulturcafé) soll verbessert werden. Neben einer entsprechenden Wegweisung soll das durch die städtebauliche Aufwertung und Umgestaltung des Ursulaplatzes als Übergangsbereich zwischen der Fußgängerzone und dem kulturellen Schwerpunkt der Innenstadt rund um die Burg Wissem erreicht werden. Der Platzbereich soll im Charakter der neuen Fußgängerzone modernisiert, die Grünflächen überarbeitet und der Gehweg entlang der Kirchstraße umgebaut werden.

Eine direkte Anbindung zwischen Realschule und Burg Wissem soll durch den Bau einer Fußgängerbrücke von der Heimbachstraße über den Burggraben erreicht werden.

Fußgänger und Radfahrer sollen zukünftig mit einem einheitlichen Beschilderungskonzept auf markante und wichtige Ziele in der Innenstadt und in der Umgebung hingewiesen werden. Wegweisungen zu wichtigen öffentlichen Gebäuden in der Innenstadt, wie z.B. Stadthalle und Rathaus, Burg Wissem mit dem Kinderbuchmuseum der Stadt Troisdorf, Museum für Stadt- und Industriegeschichte und Remise, Bibliothek und Aula der Realschule Am Heimbach sollen dabei besonders herausgearbeitet werden.

Das Rathaus der Stadt Troisdorf wurde in den 70er Jahren als Verwaltungsgebäude der Dynamit Nobel AG errichtet und bot nach Erwerb durch die Stadt im Jahre 1994 die Möglichkeit, die auf 10 verschiedene Nebenstellen verteilte Stadtverwaltung in einem zentralen Rathaus unterzubringen. Es liegt in einem Schwerpunkt der Innenstadtentwicklung innerhalb des 2012 beschlossenen integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt Troisdorf. Auch für dieses Gebäude ist eine energetische Sanierung sinnvoll und notwendig. (Priorität II, bis 2020)

Die energetische Erneuerung, Barrierefreiheit und quartiersbezogene Funktionsverbesserung öffentlicher Gebäude, insbesondere Schulen, Kultur- und Verwaltungseinrichtungen kann Gegenstand einer Städtebauförderung werden, wenn das Stadterneuerungsgebiet zentrale Funktionen für die Gesamtstadt hat. Dies ist bei dem Integrierten Handlungskonzept Innenstadt Troisdorf gegeben. Der Bereich des o.a. förmlich festgelegten Sanierungsgebiets „Burg Wissem“ soll daher in den Geltungsbereich des Stadtumbaugebietes „Innenstadt Troisdorf“ einbezogen werden. Die Erweiterung wird begründet in der dringenden energetischen Sanierung dieser beiden Einrichtungen, die als Kultur- und Bildungseinrichtungen für die Entwicklung der Troisdorfer Innenstadt von besonderer Bedeutung sind.

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