ZiTi informiert: Meeting-Revival-Party am 4. Mai: Langjährige Wirtin Heidi Jaumann im ZiTi-Gespräch
ZiTi informiert: Meeting-Revival-Party am 4. Mai: Langjährige Wirtin Heidi Jaumann im ZiTi-Gespräch

ZiTi informiert: Meeting-Revival-Party am 4. Mai: Langjährige Wirtin Heidi Jaumann im ZiTi-Gespräch

Zum ersten Abendmarkt auf dem Fischerplatz am Freitag, 4. Mai, ab 18 Uhr, wird die Zukunfts-Initiative Troisdorf, ZiTi, eine Meeting-Revival-Party veranstalten.

Sie findet statt in den Räumen und auf der Terrasse des StadtBierhauses am Fischerplatz.

Um die Ecke in der Alten Poststraße befand sich das Meeting. ZiTi sprach mit der früheren langjährigen Wirtin dieser Kneipe, die für Generationen von Troisdorfern prägend war. Heidi Jaumann, die hier bis Anfang der 80er-Jahre aktiv war, wird am Abend des 4. Mai persönlich frühere Gäste ihrer Gaststätte, die sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Paul betrieben hat, begrüßen. Hier erzählt Sie ihre Geschichte:

„Wir haben das Meeting 1972 übernommen. Ich war damals 28, mein Mann Paul Jaumann war 30 Jahre alt. Wir hatten zuvor eine Metzgerei an der Frankfurter Straße betrieben. Das Meeting war ursprünglich als Abendgaststätte mit Galerie vorgesehen. Künstler wie Jochen Feirich und Josef Hawle haben hier ihre Werke ausgestellt. Unsere Klientel waren junge Leute zwischen 18 und 30 Jahren. Hauseigentümer waren Tante Hildegard und Onkel Adolf. Wir hatten auch die Räume hinter der Kneipe und auf der 1. Etage gemietet. Hinter dem Haus befand sich ein schöner Garten für unsere beiden Kinder. Legendär waren unsere Geburtstagsfeiern an der Agger. Nur für Eingeweihte waren unsere Events an Heiligabend: Gäste kamen am späten Abend durch den Privateingang in die Kneipe.

ziti-Thekenmannschaft

Die legendäre Thekenmannschaft des Meeting

 

Das Bier kostete seinerzeit 90 Pfennig. Für einen Strich auf dem Deckel gab es auch eine Käsestange. Anfangs wurde im Meeting noch Gulasch aus der Pustahütte serviert. Als wir den Bierpreis auf eine Mark anhoben, gab es eine Demonstration, und unser Kneipenschaufenster wurde zugeklebt. Das Meeting war sehr politisch. Es wurde viel und engagiert diskutiert. Gesprächsteilnehmer wie zum Beispiel Walter Bieber haben später Karriere gemacht. Der spätere Verkehrsminister Wissmann war im Meeting. Den hatte die Junge Union eingeladen. Er hat bei uns gesprochen. Dienstag bis Sonntag war es immer voll. Jusos und Junge Union waren vertreten. Wir hatten den Gastraum nach politischer Couleur – Scherz!!! – aufgeteilt. Im hinteren Bereich war ich für die Gäste zuständig.

Anfang der 80er-Jahre haben sich mein Mann und ich getrennt. Er hat wieder als Metzger gearbeitet, ich hatte bereits in meiner Zeit als Wirtin im Meeting die Kosmetikschule besucht und in dieser Branche bis zu meiner Rente gearbeitet. Bis heute zähle ich viele Kontakte aus der Alten Poststraße zu meinen guten Bekannten und Freunden. Legendär war unsere Thekenmannschaft.“

Paul Jaumann lebt heute in Norddeutschland.

Heidi Jaumann ist mit Freundinnen und Freunden auch Gast auf dem Troisdorfer Abendmarkt. Dieses von ZiTi mit inszenierte Format hat neues Leben in diesen früheren gesellschaftlichen Hotspot im Bereich Alte Poststraße/Hippolytusstraße gebracht. Einer der Schwerpunkte im Förderpaket des laufenden Innenstadtumbaus im Rahmen von ZiTi ist die Stärkung des sozialen und kulturellen Lebens.

ziti_Heute

Heidi Jaumann 2017 mit Freundin Ursula auf dem Abendmarkt in Troisdorf

 

ACHTUNG: Zur Vorbereitung der Meeting-Revival-Party in den Räumen und auf der Terrasse suchen wir Ihre/Eure Geschichten.

  • Wer hat sich im Meeting kennengelernt und möglicherweise später geheiratet?
  • Wer hat Anekdoten aus dieser Zeit zu berichten?
  • Wer hat noch Fotos aus dieser Zeit, die veröffentlicht werden können?

Kontakt: Carsten Seim, Absolut Avaris GbR, Realisierung der Ziti-Kampagne der Stadt Troisdorf, Tel. 0179 2043542, c.seim@avaris-konzept.de.

 

ZiTi kürzt den Projektnamen „Zukunfts-Initiative Troisdorf-Innenstadt“ ab. Flankiert werden die Maßnahmen zu Umbau und Neugestaltung der Fußgängerzone durch die ZiTi-Kampagne. Sie wirbt für ein neues Bewusstsein für das Troisdorfer Zentrum und seine Stärken. Sie informiert die Öffentlichkeit zudem über den Verlauf der Baumaßnahmen.